Programm

GENE – rationen – Kulturelles Gedächtnis / Erfahrungswissen / Alltagskompetenz

2018 ist das Europäische Jahr des Kulturerbes, weil Europas reiche nationale, regionale und lokale Vielfalt ein einzigartiger Katalysator für den Austausch zwischen Menschen aller Altersgruppen, sozialer Herkunft und Kulturen ist und Schlüsselkomponente der kulturellen Vielfalt und des interkulturellen Erbes darstellt.
Wir wollen uns mit den FrauenKulturTagen 2018 in dieses Thema einbinden. Kultur entsteht einerseits durch die Etablierung eines kollektiven Gedächtnisses über Symbole, Medien und Institutionen, andererseits gibt es eine Form von Kultur, die individuell in die Familienbeziehungen eingeschrieben ist.

Wir wollen unseren Fokus auf das Familien- und Generationengedächtnis als eine Form des Bewahrens von kulturellem Erbe in intrinsischer Form widmen – im Gegensatz zur extrinsischen Motivation, die durch materielle Formen des kulturellen Erbes wie z.B. Kunst- und Architekturzeugnisse identitätsstiftend wirken kann.
Kulturelles Gedächtnis und Erfahrungswissen sind Bestandteile der familiären Kultur, die Großeltern und Eltern an Kinder und Enkel weitergeben und hier Basis für ein individuelles Kulturerbe bilden. Denn Bildungsprozesse in der Familie gehören zu den biographischen Grunderfahrungen eines Menschen, auch wenn sich das Bildungsgeschehen in der Perspektive des weiteren Lebenslaufs zunehmend auch auf andere soziale und kulturelle Kontexte und damit andere Bildungsorte ausweitet.
Unser Schwerpunkt liegt hierbei auf dem kulturellen Gedächtnis, dass von der Großmutter und der Mutter für Kinder und Enkelkinder aktiviert wird, um Erfahrungswissen in die Alltagskompetenz der Nachgeborenen einzubringen. Für die heutige Zeit gilt dabei, zu fragen, inwieweit diese Form der Vermittlung und Bewahrung in den modernen Beziehungsstrukturen noch wirksam ist.
Plakat_FKT2018
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